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Presse & Freiheit

Trivial-Adel: Meiner Maus für immer

Kurzkrimis und seichte Liebesromane aus den Federn des Trivial-Adels für die Pressefabriken; das war in den 1980ern ein gutes Geschäft, wenn auch nicht für jeden. Während viele Autoren eine ironische Distanz zu ihren Machwerken bewahrten, pflegten die Herrschaften in den Redaktionen den heiligen Ernst. Selbstverständlich war ihnen klar, dass die Storys ein einziger Beschiss gewesen sind, aber sie entschuldigten das mit dem Wunsch des Lesers nach einer heilen Welt. Man versteckte sich also schon früh hinter einem Publikum, dessen banale Wünsche man selbst kreierte.

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Kultur

Science-Fiction ohne Chance – die Realität ist immer auf der Überholspur

Es gibt kaum eine Zukunftsprognose, die von der Realität nicht nach kurzer Zeit einkassiert wird.

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Kultur

Sittenroman: Unter der Decke von Dummheit und Ignoranz brodelt es gewaltig

„Das Thema Mensch ist durch. Ich habe mich seiner entledigt. Die daraus resultierende Leere ist zu meiner Geliebten geworden, wir beide tun uns nichts. Alles außerhalb dieser Leere ist gefährlich.“

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Meinung

The Notes 66

Ich bin froh, dass ich zweimal auf die Idee meines Verlegers eingegangen bin, der mir dringend geraten hatte, meine Arbeiten in gedruckter Form festzuhalten, da sie sich ansonsten in den Weiten des Internets verflüchtigen würden.

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Kultur

Redesign: Wahre Vernetzung findet nicht über Bits und Bytes statt

Keine Vorstellung mehr von sich selbst zu haben, nicht mehr verhaftet zu sein durch Verstand und Intellekt; zu leben, was man im Kern schon immer war, nämlich ein mit allem verbundenes Wesen, welches sich zu Hause fühlt – das ist die wahre Befreiung.

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Mensch & Natur

… oder es ist Schluss mit uns!

„Derjenige, der weiß, hat sich von allen Fabeln getrennt, die die Begierde und das Denken schaffen, er hat sich aus dem Stromkreis ausgeschaltet, er willigt nicht mehr in den Trug ein.“ – Emile Cioran (Philosoph)

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Philosophie

Das Untier: Am Ende einer durch und durch pornografischen Epoche

Wie schmackhaft ist das Aroma unserer Zeit, was zeichnet das Ende der Zivilisation im Kern aus? Wonach duftet es, wenn man dieser faulenden Geschwulst überhaupt noch so etwas wie einen Duft zubilligen will?

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Mensch & Natur

Phthalate – Die Natur zieht uns den Stecker raus

Was wird das Vermächtnis unserer Zivilisation sein, was ist es bereits? So oder so werden Milliarden Menschen durch die katastrophalen Verhältnisse auf diesem Planeten gezwungen, die engen Grenzen, die ihnen das kapitalistische Giersystem auferlegt, radikal zu überdenken. Das Problem dabei ist: Eine solche Bestandsaufnahme tut weh.

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Philosophie

„Tod ist, wenn einer lebt und es nicht weiß.“

„Was für ein süßes Gefühl, wenn man die Verbundenheit mit allem Lebendigen zu spüren beginnt und sich nicht mehr unter das Joch jener stellt, die in ihrer Egomanie sämtliches Leben mit Füßen treten, um es auf grausamste Weise zu beherrschen.“

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Kultur

Dort, wo der Staat aufhört, beginnt erst der Mensch!

„Der Staat lügt in allen Zungen des Guten und des Bösen; und was er auch redet, er lügt!“

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Mensch & Natur

Schwimmübungen auf dem Balkon

Auf diesen Tag habe ich lange warten müssen. Ich war nicht sicher, ob das beschädigte Klima ihn noch einmal hergibt. Am liebsten würde ich ihn in die Tasche stecken und auf Weltreise gehen.

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Mensch & Natur

„Wir müssen die Gestaltungshoheit über uns selbst zurückgewinnen!“

Das Böse ist schrecklich, aber es hat keine Tiefe, formulierte Hannah Arendt 1963 in einem Brief an Gershom Scholem, in dem sie von der „Monotonie des Bösen“ sprach. „Dieses Böse ist verdammt, sich ewig zu wiederholen, mehr kann es nicht. Tief und radikal ist immer nur das Gute“, schlussfolgerte sie.