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Fundstück

Fundstück: Rechtsstaatlichkeit

Eine Notiz aus dem März 1989: „Hinter der Maske des Rechtsstaates verbirgt sich die verhärmte Physiognomie eines despotischen Charakters. (…) Die von der Justiz zu beschützenden Minoritäten reichen von faschistischen Organisationen über Wirtschaftsverbrecher und Waffenhändler bis zu unter Amnesie leidenden korrupten Politikern.

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Kultur

Trotz alledem … Zum 225. Geburtstag von Heinrich Heine

„Und wenn jeder im Volke in den Stand gesetzt ist, sich alle beliebigen Kenntnisse zu erwerben, werdet ihr bald ein intellektuelles Volk sehen.“ – Heinrich Heine (13.12.1797 bis 17.2.1856)

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Meinung

Die Herrschaft des populistischen Positivismus

„Fresst mehr Scheiße, eine Million Fliegen können sich nicht irren!“ Den markanten Ausspruch nutze schon der Kabarettist Dieter Hildebrandt, um den Irrglauben zu geißeln, massenhafter Zuspruch sei ein Zeichen für Qualität.

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Meinung

Keine Filmkritik: Staatsstreich und Kanonen

Ein Prinz soll zusammen mit einem ehemaligen Oberst der Bundeswehr und einer Richterin geplant haben, den Bundestag zu stürmen und die Republik ad acta zu legen. 3000 Polizisten sollen deshalb im Einsatz gewesen sein, rund 50 Personen wurden festgenommen. Das klingt abenteuerlich.

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Rezension

Endspiel: Das ganze Elend Europas

„Endspiel Europa“ von Ulrike Guérot und Hauke Ritz ist ein mutiges Buch. Es legt nicht nur den Konnex von einer formulierten Imperial-Theorie und einem strategischen Vakuum mit seinen dramatischen Folgen dar, sondern widerlegt auch den ganzen Unsinn, mit dem die klugen Köpfe Europas täglich belästigt werden.

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Geschichte

Subjektgeschichtliche Erinnerungssplitter: Wählt Willy Brandt (SPD)

Bei der Bundestagswahl 1972 feierte die SPD ihren größten Erfolg. Absolut und relativ erreichten die Sozialdemokraten mehr Stimmen als die CDU/CSU. Gemeinsam mit der FDP wurde regiert und mit Willy Brandt der Bundeskanzler gestellt. Bereits ein Jahrzehnt später vertrat der Soziologe Ralf Dahrendorf die These, dass die Entwicklung von Gesellschaft und Politik zeigen würde, dass das sozialdemokratische Zeitalter zu Ende ginge.

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Podcast Reiner Wein

Reiner Wein: Staat, Demokratie und die wirkliche Macht hinter den Kulissen

Der Studentenführer Rudi Dutschke sah in der Revolution einen langwierigen Prozess. Denn es galt zuerst, die gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit zu überwinden. Gelungen ist das bis heute nicht, sagt der Soziologe Dr. Bernhard Martin. Im Gegenteil, sie wäre schlimmer geworden. Die Gesellschaft sei komatös.

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Rezension

Chronik einer Hasskampagne

Wer das Ende der Demokratie noch verhindern will, muss jetzt nachtragend sein und das Corona-Unrecht aufarbeiten – Marcus Klöckner und Jens Wernicke tun dies mit ihrem neuen Buch.

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Meinung

Im Krieg: „Alu-Helm ab zum Gebet!“

Das Heer regierungsamtlicher Aluhüte und medial entmündigter Schwurbler ist groß, zu groß. Insofern muss man den Anstrengungen der Kriegspartei im eigenen Land eines zugestehen: Sie haben ganze Arbeit geleistet!

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Kompass

Krisen, Pandemie und Großer Umbruch

Was als ‚Großer Umbruch‘ verkündet wird, entpuppt sich als ‚Große Ablenkung‘ – eine Great Diversion. Das System des globalen Kapitalismus und seine Akteure sind in einer geschichtlichen Entwicklungsperiode angekommen, in der dieses System in ökonomischer, politischer und gesellschaftlicher Hinsicht den Höhepunkt seines Wachstums überschritten hat. Die sogenannte Corona-Krise lenkt davon ab, dass die auftretenden Krisen lediglich normale Erscheinungen des Niedergangs sind. Jetzt wird versucht, diese kapitalismuskonform zu überwinden. Nicht grundlos wird anstelle des bisherigen Shareholder-Kapitalismus der Stakeholder-Kapitalismus ausgerufen. Was im alten Kapitalismus hauptsächlich das Anliegen der Kapitaleigner gewesen ist, nämlich die Profitmaximierung, soll in Zukunft das Anliegen aller sein. Dabei ist schon die Zeit gekommen, dass die ganze menschliche Gattung sich weltweit und bewusst-revolutionär befreit aus erzwungener Unmündigkeit, neokolonialer Zweitrangigkeit und konsumversüßter Sklaverei.

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Meinung

Funktionswandel: Comédie humaine oder reale Politik?

Es ist ein Wandel zu beobachten, der letztendlich dazu führt, dass das jetzige System von Politik der Vergangenheit angehören wird.

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Denken & Bildung

Eric J. Hobsbawm: „… nicht besonders optimistisch.“

Die gesellschaftlichen Analysen und Positionen des marxistischen Historikers und Soziologen Eric John Ernest Hobsbawm, der am 1. Oktober 2012 verstarb, sind zehn Jahre nach seinem Ableben brandaktuell.