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Gesellschaft

Gang On The Run: Die Höllenangst der Reichen

Es gibt eine kleine Schicht, die man als Superreiche bezeichnet. Nach dem Vorbild von Elon Musk, der den Mars besiedeln will, oder Peter Thiel, der den Alterungsprozess umkehren will, oder Sam Altman und Ray Kurzweil, die Supercomputer mit ihrem Verstand ausstatten wollen, bereiteten sie sich auf eine digitale Zukunft vor. Für sie geht es aber im Grunde nur um eins: zu entkommen.

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Presse & Freiheit

Trivial-Adel: Meiner Maus für immer

Kurzkrimis und seichte Liebesromane aus den Federn des Trivial-Adels für die Pressefabriken; das war in den 1980ern ein gutes Geschäft, wenn auch nicht für jeden. Während viele Autoren eine ironische Distanz zu ihren Machwerken bewahrten, pflegten die Herrschaften in den Redaktionen den heiligen Ernst. Selbstverständlich war ihnen klar, dass die Storys ein einziger Beschiss gewesen sind, aber sie entschuldigten das mit dem Wunsch des Lesers nach einer heilen Welt. Man versteckte sich also schon früh hinter einem Publikum, dessen banale Wünsche man selbst kreierte.

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Widerstand & System

Nevertheless – Nichtsdestotrotz

Zwischen dem mit Blattgold-Splittern verzierten chinesischen Bronzepferd auf dem Holzfußboden meines Balkonzimmers und der ein Meter entfernten Holzskulptur meines Buddhas ist ein schnurgerader, glitzernder Faden gesponnen. Das Pferd hält den Faden zwischen den Zähnen, der Buddha fängt ihn mit erhobener Hand auf. Die Spinne, die dieses Meisterwerk geschaffen hat, muss hier noch irgendwo sein.

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Gesellschaft

Ohne Moos nichts los

Der wahre Weg zur Erkenntnis, hat Kafka gesagt, geht nicht über ein Seil, das in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden.

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Kultur

Science-Fiction ohne Chance – die Realität ist immer auf der Überholspur

Es gibt kaum eine Zukunftsprognose, die von der Realität nicht nach kurzer Zeit einkassiert wird.

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Kultur

Sittenroman: Unter der Decke von Dummheit und Ignoranz brodelt es gewaltig

„Das Thema Mensch ist durch. Ich habe mich seiner entledigt. Die daraus resultierende Leere ist zu meiner Geliebten geworden, wir beide tun uns nichts. Alles außerhalb dieser Leere ist gefährlich.“

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Meinung

The Notes 66

Ich bin froh, dass ich zweimal auf die Idee meines Verlegers eingegangen bin, der mir dringend geraten hatte, meine Arbeiten in gedruckter Form festzuhalten, da sie sich ansonsten in den Weiten des Internets verflüchtigen würden.

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Mensch & Natur

Patagonia: Die Erde als einziger Aktionär

„Es macht keinen Sinn, als Milliardär zu sterben, wenn man zu Lebzeiten so viel Einfluss auf die Welt nehmen kann.“ – Yvon Chouinard, Gründer von Patagonia.

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Meinung

Äh, tss, ahem, nee, nicht wahr oder, das is …, ARRRRGH!

„Sie sehen, mir fehlen die Worte“, schreibt Dirk C. Fleck in der Einleitung seiner Polemik. Diese widmet er der neuen britischen Premierministerin Liz Truss, die jüngst befreit von jeder Emotion erklärte, dass sie einen Atomschlag gegen Russland durchführen würde, auch wenn das Ergebnis die „weltweite Vernichtung“ wäre. Was ist die Lehre daraus? Kurz gesagt: Rette sich, wer kann. Aber wohin?

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Bewegendes

Dirk C. Fleck & Jens Lehrich: „Leben, Tod und weiter?“

So bunt ist der Tod, so viele Gesichter hat er zu bieten, dass es fast unmöglich erscheint, alle Arten zu benennen, die dem Dasein ein Ende setzen. Nur eines scheint verbindlich: Beginnt das Leben, ist das Ende beschlossene Sache.

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Kultur

Psychotria viridis: Die Trinker des kleinen Todes

„Alle Erfahrungen geänderter Bewusstseinszustände werden in unserer Gesellschaft ganz automatisch als psychotisch bezeichnet und in den meisten Fällen mit unterdrückender Pharmakotherapie behandelt. Wir haben praktisch die gesamte spirituelle Geschichte der Menschheit pathologisiert.“ – Stanislav Grof (Psychotherapeut)

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Gesellschaft

Ein deutscher Herbst steht an …

„Früher haben mich die Menschen in den Straßen noch berührt, gelegentlich haben sie mir sogar Angst gemacht, heute lassen sie mich gleichgültig. Mir scheint, als hätte man ihnen die Individualität gestohlen und sie in maximal siebenundzwanzig Formen gestanzt, die man sich ja leicht merken kann.“